Sri Lanka - Reisen ... Ankunft am Flughafen und Weiterreise

Schon über der Südspitze Indiens beginnt der Flieger seinen Sinkflug und wenn es nicht gerade dunkel oder bewölkt ist, erkennt man schon vor der Landung was einen erwartet: Eine Insel im Indischen Ozean mit Millionen von Kokospalmen und mittendrin die Landebahn des Flughafens. Die Stadt, die man kurz vor der Landung überfliegt, ist nicht etwa Colombo sondern das 40km nördlich gelegene Negombo, eine alte, christlich geprägte Fischersiedlung mit vielen großen Hotels entlang der Küste. Viele Pauschaltouristen verbringen hier ihren 2wöchigen Urlaub, unterbrochen von Besichtigungstouren in klimatisierten Bussen. Wir verbringen in Negombo meist unsere letzten Tage oder wenigstens die letzte Nacht wegen der Nähe zum Flughafen. Kommt man erst nach Mittag an oder ist vom Flug schon geschafft, sollte man hier auch zumindest die erste Nacht verbringen. Erreicht man Sri Lanka noch vor 14 Uhr und hat noch Elan genug zur Weiterreise (die aber bestimmt noch mal recht anstrengend wird) kann man sich Richtung südliche Strandorte oder nach Kandy aufmachen. Zu bedenken ist aber, daß es um spätestens 19 Uhr dunkel wird und man mit nicht viel mehr als 30km/ Stunde Vorankommen rechnen kann, also bis Hikkaduwa z.B. etwa 4-5 Stunden einplanen sollte. Besonders die Fahrt durch Colombo hält ziemlich auf, denn es geht mitten durch die Stadt, eine Autobahn oder Umgehungsstrasse gibt es leider nicht. Doch eins nach dem anderen:



Negombo von oben

Im November 2005 wurde ein großes, modernes Ankunftsterminal, das mit japanischer Unterstützung gebaut wurde, eingeweiht. Dementsprechend geht es nun über eine geschlossene Gangway in den klimatisierten Airport und man bekommt nicht gleich beim Aussteigen aus dem Flieger den Klimaschock, sondern erst beim Verlassen des Airports. Es geht meist sehr zügig durch die Paßkontrolle wo uns auch das 30 Tage Visum in den Paß gestempelt wird (das Formular für den Visumsantrag gibt es bereits im Flugzeug). Dann geht's vorbei an den Duty-Free Shops, die sich mit ihrem Angebot hauptsächlich an besuchende oder rückkehrende Srilanker wenden, die hier sogar Kühlschränke und Farbfernseher auf Ihren Trolly laden. Nach der Gepäckabholung verläßt man den Duty-Free Bereich durch den grünen „Nichts-zu-verzollen-Ausgang“. Touristen werden so gut wie nie kontrolliert, sofern man einen einigermaßen gepflegten Eindruck macht und keine eindeutig zum Verkauf gedachten Teile (Fernseher, Computer) dabei hat. Dann läuft man bereits auf mehrere Wechselschalter zu. Die Kurse sind überall gleich und entsprechen auch denen der Banken im Lande, lediglich die Wechselgebühren können erheblich schwanken. Man sollte also ruhig schon mal ein paar Scheinchen wechseln. Beabsichtigt man u.U. das Visum noch mal zu verlängern, sollte man unbedingt die Quittungen aufbewahren. Nun folgen noch einige Infoschalter und dann lauern auch schon wie an allen asiatischen Flughäfen die freundlichen Taxifahrer. Der Preis von hier nach Colombo beträgt etwa 1500 Rupies, nach Hikkadua ca. 5000 Rupies, nach Negombo etwa 500 bis 800. Man sollte nicht gleich auf das erstbeste Angebot eingehen sondern vielleicht erstmal die 200m bis zum eigentlichen Taxiterminal weitergehen und ziemlich desinteressiert tun, vielleicht fallen die Preise dann noch etwas, jedoch ist sich die Taximafia hier ausgesprochen einig und mehr als 20% Rabatt sind auch nach langen Verhandlungen nicht drin, obwohl die Rückfahrt von Colombo schon für den halben Preis zu haben ist. Billiger wird es dann außerhalb des Flughafens, dann müßte man aber mit Gepäck erstmal ein ganzes Stückchen laufen. Man kann sich ja auch mit anderen Travellern zusammentun, denn die meisten Taxis sind Kleinbusse und bieten bis zu 8 Touristen (oder 20 Einheimischen) Platz. Das Taxifahren in Sri Lanka ist zwar im Vergleich zu Europa sehr günstig (ca.30 Rupies oder € 0,20/Kilometer) und der Sprit kostet ja auch nicht viel weniger als bei uns, jedoch im Vergleich zu Bus- und Bahnreisen ist es etwa 20 mal so teuer. 
  Wer also schon hier günstig einsteigen möchte und vom langen Flug noch nicht geschafft ist, kann auch den Bus nehmen: AmTaxiterminal geht man links ca. 200m weiter geradeaus wo schon diverse Busse auf die Pauschaltouristen warten, aber nicht auf uns. Der Bus Nr.187 steht in der Regel in der Nähe des von Soldaten bewachten Tores, ansonsten frage man z.B. die Soldaten (nicht die Taxifahrer, die sagen garantiert: der Bus fährt heute nicht). Dieser Bus bringt uns für 20 Rupies bis zum Busbahnhof in Colombo, dort kann man in den Bus nach Hikkadua oder jede andere Stadt wechseln oder die ca. 500m bis zum Bahnhof laufen. Aber wie gesagt, das ist nichts für Leute, die schon vom Flug geschafft sind oder vielleicht das erste mal nach Asien geflogen sind. Für die 35km bis Colombo braucht der Bus etwa 2 Stunden, das Taxi etwa eine. Obwohl auch ein Bahnhof in der Nähe des Flughafens liegt, lohnt es sich nicht den Zug zu nehmen, er fährt nur 2 mal am Tag. Ganz anders die Weiterfahrt per Zug ab Colombo. Die Strecke Richtung Süden verläuft großenteils direkt am Meer entlang oder durch tropische Vegetation mit Einblicken in die Hinterhöfe der Anlieger und ist unbedingt zu empfehlen. Allerdings sieht man auch die starken Verwüstungen, die die Tsunamiwelle strichweise an der Küste angerichtet hat. Die Expressbusse ab Busbahnhof Colombo sind zwar etwas schneller, der Kamikazestil der Fahrer und die fast immer total überfüllten Busse lassen uns wenn irgendmöglich immer die Bahn vorziehen. Es gibt 2. und 3. Klasse Waggons, Bummel- und Expreßzüge. Das zweite-Klasseticket nach Hikkaduwa kostet nur etwa 80 Rupies (vorher fragen, wann der nächste Zug abfährt). 

Noch eine kurze Bemerkung zur Rückreise, die ja leider auch irgendwann wieder fällig ist. Am besten verbringt man zumindest die letzte Nacht in Negombo, da es von hier mit Taxi oder Tuk Tuk nur eine kurze und relativ preiswerte Fahrt zum Flughafen ist. Am besten am Abend vorher Preise vergleichen und Taxi ca. 3 Stunden vor Abflugzeitpunkt bestellen, und: nehmt euch Verpflegung für die Zeit bis zum Abflug mit, nach dem Check-In zählen nur noch Dollars und die Preise sind für z.T. katastrophales Essen auf internationalem Niveau (und darüber!!)

 

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